DARC: Neues Internetkonzept in der Realisierung – Konsequenzen allen klar?


Ich habe mich schon vor einigen Monaten aufgrund einer knappen Notiz auf den DARC-Webseiten zum neuen Internetkonzept mit dem IT-Referenten Georg Keller über das neue Konzept unterhalten. Die Informationen zu dem Thema fliessen aus meiner Sicht sehr spärlich.

Aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung 12/08 sind immerhin einige Aspekte zu entnehmen. Dort lese ich, dass die Einführung eines zentralen Content-Management-Systems vorbereitet wird und letztendlich die einzelnen Ortsverbände künftig das Aussehen Ihrer Webseiten nicht mehr selber bestimmen sondern ein zentrales Layout vorgegeben wird und nur noch Inhalte gepflegt werden können. Im Januar soll über das System entschieden werden und danach sollen erste zentrale Bereiche des DARC auf das neue System umgestellt werden. Anschließend die Distrikte und dann die Ortsverbände.

Im Gespräch mit Georg Keller habe ich erfahren, dass künftig der DARC-IT-Service die Weiterleitung von DARC-Webadressen der Ortsverbände auf eigene Internet-Server der Ortsverbände nicht mehr dulden bzw. technisch unterstützen will.

Dies bedeutet aus meiner Sicht für die Ortsverbände:

  • Vorhandene Internetauftritte auf DARC.DE können in der Form nicht weiter betrieben werden
  • Dort enthaltene Inhalte müssen auf ein neues System übertragen werden, nach meiner Erfahrung vielfach von Hand oder man fängt bei Null an
  • Der Einfluss auf die Layout-Gestaltung wird dem OV aus der Hand genommen
  • Die Ortsverbände sind vom DARC – Server nur noch dann erreichbar, wenn sie dieses System nutzen. Sobald der OV eine eigene URL (Seitenadresse) betreibt, bewegt er sich ausserhalb des Systems und wird  tendenziell schlechter von Interessenten gefunden.

Natürlich bietet das Konzept eines zentralen Content-Managements auch wichtige Vorteile: Mehr Rechtssicherheit, Komfort für die Ortsverbände, die nicht so fit in der Technik sind, evtl. weniger Aufwand. Aber es nimmt den aktiven und kreativen Ortsverbänden auch Freiheit und die ist häufig auch ein wichtiger Anreiz für ehrenamtliches Engagement!

Es stellen sich für mich folgende Fragen:

  • Ist diese Planung transparent in den Gremien behandelt worden?
  • Warum werden die Ortsverbände darüber so spärlich informiert?
  • Kennen die anderen OVV’s das Thema und ist denen, die einen Webseite aktiv betreiben und z. B. mit Aufwand gerade neu erstellt haben (z. B. R11) das klar?
  • Wie reagieren andere OV’s? Sind alle einverstanden und migrieren?
  • Gibt es dazu bereits einen Gedankenaustausch?
  • Wurden Kosten und Nutzen abgewogen? Gibt es überhaupt ein Problem? Das kostet ja auch Geld und der aktuelle Haushalt lädt zum sparen ein!

Nach der erst kürzlichen Diskussion um das neue K-Klasse-Konzept, in der von vielen Mitgliedern unseres und vieler anderer OV’s stark die mangelnde Transparenz des Verfahrens bemängelt wurde, beschleicht mich hier das Gefühl, dass erneut eine gravierende Maßnahme ohne wirksame Mitgliederbeteiligung bzw. – Information durchgeführt wird und die Ortsverbände vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Ich würde mich freuen, wenn ich falsch liege. Und erst recht freue ich mich über Meinungen.

Vy 73, Uwe

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