Seit einigen Wochen gibt es eine schöne Echolink-App für das iPhone. Ich habe die App installiert und ausprobiert. Sie funktioniert prima, es gab aktuell noch mal ein Update und die Sache läuft rund. Ich habe mal eine Testverbindung zu DB0NF in Oberhausen aufgemacht und das funktioniert einwandfrei. Die App steht kostenlos im iTunes-Store zur Verfügung. Runterladen, persönliche Daten wie Rufzeichen und Namen eingeben und schon kann es losgehen. Immer vorausgesetzt, man hat eine Internetverbindung. Es funktioniert im W-LAN aber auch im UMTS-Netz.
Gleich nach dem Start verbindet sich die Anwendung mit dem Echolinknetz und zeigt die verfügbaren Nodes kategorisiert an. Mit der QSO-Funktion ist es nach Verbindung zum gewünschten Node möglich, Gespräche zu führen. Darüber hinaus gibt es eine Textnachrichtenfunktion, sowie die Speicherung bevorzugter Stationen als Favorit.
Ich finde das Programm praktisch für den Urlaub, ob ich dann wirklich Verbindungen darüber mache, bleibt abzuwarten. Für den Kontakt zu Funkfreunden im OV kann man, sofern eine Funkverbindung nicht in Betracht kommt, auch jedes andere Voice over IP Programm benutzen, wie z. B. Skype oder Sipgate, immerhin hat sich Apple gerade für VOIP-Anwendungen über UMTS geöffnet. Bei Sipgate und einigen anderen geht es schon, das Skype-Update soll kurzfristig rauskommen. Aber ich hoffe, das ist jedem klar, der sich mit Echolink beschäftigt.
Nun ist natürlich wieder eine umfangreiche Debatte auf www.hamradioboard.de losgebrochen. Ein weiterer Schritt zum Untergang des Amateurfunks, das Ende des Abendlandes……
Liebe OM’s, ruhig Blut. Was ist passiert? Ein Entwickler, der vermutlich Funkamateur ist oder auch nicht, hatte Lust, eine App für Echolink zu schreiben. Andere Funkamateure haben Spass daran und probieren das aus und benutzen es. So wie jeden Tag Funkamateure irgendwas neues probieren und nicht immer ist HF in der Luft.
Tausende Funkamateure sind auf Skype anzutreffen oder nutzen ICQ oder ähnliche Tools. Das ist kein Grund, in Foren über Leute herzufallen oder die verbal anzupöbeln. Immer schön locker und höflich bleiben. Auch wenn einigen Leuten die Richtung nicht passt, das Hobby entwickelt sich weiter, neue Technologien werden probiert und auch wieder verworfen, Schnittstellen zwischen Funk und Internet werden aktiviert und auch genutzt. Auch OM’s, die nicht mehr nur Tastfunk machen, sind mit ihren individuellen Fähigkeiten und Interessen Mitglieder der Gemeinschaft, solange sie die Regeln einhalten.
Eines fehlt allerdings vielen Funkamateuren nach meiner Beobachtung: Offenheit, Toleranz und Gelassenheit. Daran sollten wir arbeiten!
73, Uwe
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