Beiträge getagged mit Kurzwelle
K3 mit Pan-Adapter unter Windows 7: Und es geht doch….
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk, Mac am 11. April 2010
Dass der Elecraft K3 ein Kurzwellen Trx der Spitzenklasse ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Sehr häufig entbrennt dann eine Diskussion zwischen den Anhängern der Software-defined Radios und den Fans konventioneller Geräte. Insbesondere einige Jünger der Flex-Fraktion werden dann schon mal zu Missionaren eines Funkgerätes, welches auf jeden Fall einen PC benötigt. Ich möchte mich an der Diskussion garnicht beteiligen.
Was ich vom Flex gesehen habe, hat mich stets beeindruckt, zweifellos ein Funkgerät modernster Bauart und ein zukunftsweisendes Konzept mit sehr guter Performance. Ich bevorzuge aber ein Funkgerät konventioneller Bauart, mit dem ich stand-alone und sofort mit optimalen Leistungen Betrieb machen kann. Und das ist für mich der K3 und da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, genügend Tests und Erfahrungsberichte gibt es ja.
Reizvoll ist allerdings die Möglichkeit, den K3 um die Funktionalität eines SDR zu erweitern. Dies ist möglich, wenn man bei seinem K3 die Option KXV3 (A) Modul bestellt oder nachgerüstet hat. Dieses Modul spendiert dem K3 einen ZF-Ausgang von 8,215 Mhz, der den Anschluss von Panorama Adaptern ermöglicht. Larry Phillips N8LP hat einen leistungsfähigen Pan-Adapter entwickelt. Mit diesem Pan-Adapter kann der K3 um folgende Funktionen erweitert werden:
- Moderne SDR-Oberfläche mit allen Steuerungsmöglichkeiten
- 192 khz breiter Einblick in das gewählte Band (abhängig von Soundkarte)
- Signalanalyse mit diversen Displaydarstellungen wie Panorama, Wasserfall, Spectrum u.a.
- Audiorecording, Umfassende DSP-Möglichkeiten
- Variable und leistungsfähige Filterung
- Zweit-Empfänger
- Top-Audio-Qualität
Voraussetzungen: Leistungsstarke unterstützte Soundkarte, z. B. EMU-0202 (kostet ca. 100 EUR), einen modernen und leistungsfähigen PC unter Windows XP oder höher. Die genauen Spezifikationen sind auf der Webseite von Larry nachzulesen. Nach meinem Wechsel von einem älteren XP-Rechner (Pentium IV, 3 Ghz) auf einen iMac kam die Hürde der Windows 7 Installation dazu. Mein erster Versuch mit einer virtuellen Windows 7 Installation unter Parallels 5.0 für Mac OS X ist gescheitert. Die virtuelle Windowsumgebung war trotz Quadcore Prozessor einfach nicht stabil genug und stürzte ständig ab.
Und so hat es nun funktioniert: Mit Hilfe von Bootcamp unter Mac OS X habe ich eine Windows Partition auf dem iMac angelegt und Windows 7, 64 Bit nativ installiert. In diese Installation habe ich die Treiber für die EMU-0202 installiert, leider sind das nur Vista-Treiber, scheint aber zu laufen. Wichtig: Die eingebaute Soundkarte des Mac muss deaktiviert werden. Alle USB-Geräte, die nicht zwingend benötigt werden, sollten getrennt werden.
Anschließend habe ich das Programm PowerSDR-IF Version 1.19.35 von Scott, WU2X installiert. Dieses Programm kommt mit Voreinstellungen, die für den K3 weitgehend passen. Das Programm von Scott steuert den K3 direkt selber über die CAT-Schnittstelle. Die Software LP-Bridge ist nur dann erforderlich, wenn weitere Programme zeitgleich auf den K3 zugreifen wollen, z. B. ein Logger oder CW-Skimmer, weil nur mit LP-Bridge die mehrfache Nutzung des Com-Ports für die CAT-Funktion des K3 möglich wird. Mit der entsprechenden Verkabelung, die auf den Seiten von Larry Phillips gut erklärt ist, lief die Konfiguration und lässt sich im Empfangsbetrieb vernünftig verwenden.
Das Ergebnis hat Charme, die Bedienung macht einfach Spass, die Filtermöglichkeiten und der Bandüberblick sind überzeugend. Sendebetrieb habe ich noch nicht mit dieser Installation gemacht. Die Konfiguration ist aber im Betrieb noch nicht vollständig stabil. Hin und wieder friert die Software ein, hier muss ich noch Ursachenforschung betreiben.
Update: Die W-Lan und die Bluetooth Hardware im iMac habe ich abgeschaltet. Dies hat eine deutlich spürbare Verbesserung der Stabilität gebracht.
Ich habe hier mal eine Videosequenz eingebaut, die meine Installation im Betrieb zeigt.
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Logbuch für die Hosentasche: HamLog für iPhone
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk, Mac am 16. Januar 2010
Letzten Urlaub habe ich auch Funkbetrieb gemacht und ich finde es immer schön, wenn man sich die QSO’s auch loggen kann. Immerhin sind es je nach Band und Betriebsart manchmal auch seltene Kontakte und mitunter benötigt man die Infos dann auch noch mal für eine QSL-Karte.
Ok, dafür benötigen wir einen Kugelschreiber oder Bleistift und ein Blatt Papier. Ach ja, ich hatte da noch diese schönen Blocks für Logbuchführung aus dem DARC Verlag.
Naja, es geht auch anders. Da ich bis vor einigen Monaten ein Smartphone mit Windows Mobile in Betrieb hatte, habe ich für die Logbuchführung schlicht eine kleine Tabelle in Excel Mobile benutzt. Es gibt eventuell auch Log-Software für Windows Mobile, habe ich aber nicht recherchiert. Wer Tipps dazu hat, kann es ja in die Kommentare schreiben.
Die Sache mit der Excel-Tabelle geht natürlich aber ist nicht wirklich komfortabel. Von Export in das Hauptlogbuch, welches ich in HamOffice führe, will ich mal gar nicht sprechen. Jetzt bin ich ja seit einigen Monaten begeisterter iPhone Nutzer und siehe da, für das Logbuch, da gibt’s ‘ne App.
Ich bin bei meiner Suche auf das Programm HamLog von Nicolas Garner, N3WG gestossen. Diese App ist für 0,79 EUR im Appstore erhältlich. Ich finde das Programm in der Bedienung sehr angenehm. Es bietet eine umfassende Logfunktion mit den wichtigen Feldern für ein QSO. Dazu gibt es Zusatztools, die in DL nicht alle sinnvoll sind. So finde ich den US Bandplan nicht so spannend. 
Praktisch sind aber Funktionen wie z. B. die Abfrage von QRZ.COM oder Infotabellen für Pre-Fixes oder Locator Felder. Sogar eine Cluster-Darstellung ist vorhanden, die über das Internet aktualisiert wird, aber dafür finde ich iCluster besser. Praktisch kann das trotzdem sein, weil das iPhone ja kein Multitasking beherrscht, man muss also HamLog nicht schliessen, um Cluster-Infos zu bekommen.
Sehr gut: Exportfunktionen in CSV und ADIF-Format sind vorhanden. Damit können die QSO’s auch in das heimische Hauptlogbuch importiert oder auch nach E-QSL oder ähnliche Plattformen übertragen werden.
Fazit: Ein prima Logbuch für Unterwegs zu einem sehr hamfreundlichen Preis. Als Zusatzinfo: Hier geht es zur Webseite des Autors!
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PAN-Adapter am K3 unter Windows 7 noch zu früh?
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk am 10. Dezember 2009
So, jetzt habe ich eine ganze Weile recherchiert und gebastelt, um meinen PAN-Adapter von Larry Phillips am K3 unter Windows 7 zum Laufen zu bringen. Es scheint einfach noch zu früh zu sein. Es gibt zwei Problemfelder:
Die Treiber von der USB-Soundkarte E-MU 0202 sind nicht für Windows 7 (64 bit) verfügbar. Immerhin scheinen die Vista 64 bit Treiber zu laufen. Also die Soundkarte geht.
Leider funktioniert die neue Version von Power SDR-IF Stage 1.19.02 auch nicht richtig. Es kommt zu Problemen beim Einlesen der Gerätedatenbank beim Start des Progamms.
Das ganze läuft übrigens in einem virtuellen Windows 7 unter MacOS aber das erscheint unproblematisch. Die Hardware funktioniert und lässt sich ansprechen. Der K3 läuft sowohl in Verbindung mit MacOS als auch in der Windows VM einwandfrei.
Wenn also jemand einen Tipp hat, würde ich mich freuen. Ich werde Larry Phillips aber auch mal anmailen.
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Kennt Ihr schon DX-Cluster auf dem iPhone?
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk, Mac am 11. November 2009
Es soll ja unter Funkamateuren auch welche geben, die ein Mobiltelefon besitzen. Darunter sollen auch bereits iPhone-Nutzer sein. Speziell für die iPhone-Nutzer empfehle ich mal einen Blick auf die recht neu im Apple iTunes-Store kostenlos verfügbare Anwendung “iCluster”.
Die wirklich schön gemachte App ermöglicht via Internet einen direkten Zugriff auf Meldungen im DX-Cluster. Ein Filter ermöglicht es, die Clustermeldungen auf gewünschte Bänder oder Betriebsarten einzuschränken. In der aktuellen Version besteht noch ein Fehler bei der Darstellung der Uhrzeit, aber der Autor, Marcus Roskosch, DL8MRE hat bereits Version 1.6 an Apple geschickt und mit der Verfügbarkeit ist in nächster Zeit zu rechnen. Weitere Infos auf der Homepage des Autors! Die App kann im App-Store heruntergeladen werden. Dieser Link müsste auch funktionieren, wenn auf Eurem Rechner iTunes installiert ist.
Meinen Dank an OM Marcus, für diese tolle Anwendung, die aktuell kostenlos zur Verfügung steht. Das ist gelebter Ham-Spirit!
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Hurra, mein KW-Transceiver tut’s doch….
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk am 12. Juli 2009
Gestern abend habe ich recht spät mein Funkgerät eingeschaltet und mal etwas über die Bänder gedreht. Aha, Contest. IARU-HF Weltmeisterschaft, ja das hatte ich in der CQ-DL gelesen. Ok, ein paar Punkte verteilen, als deutscher Funkamateur unterstützt man natürlich auch DA0HQ und mal sehen, ob das ein oder andere neue DXCC zu arbeiten ist.
Bei solchen Gelegenheiten kann man dann erst mal sehen, was man mit 100 Watt und einem Stück Draht alles erreichen kann. Wo man sich sonst die Seele aus dem Leib brüllt auf 40 oder 20 Meter hören die lieben OM’s nun die Flöhe husten. Trinidad auf 20 Meter? Ein Anruf, sofort gehört. Grönland, Marocco, Argentinien, Madeira maximal 2 Anrufe und alles ist klar.
Es war natürlich interessant, zu hören, wo man überall ankommt aber es macht mich schon etwas nachdenklich. Funkamateure sind mitunter etwas widersprüchlich. Sie beschäftigen sich mit einem Hobby, in dem Kommunikation eine zentrale Rolle spielt, gleichzeitig sind viele Funkamateure ungeheuer unzugänglich, wenn es darum geht, einen CQ-Ruf oder einen Anruf aufzunehmen, der nicht aus ihrer üblichen Klön-Runde stammt. Eine Beobachtung, die ich übrigens nicht nur auf 80 Meter gemacht habe sondern auch unsere heimischen Relais ermöglichen täglich solche Beobachtungen. Schade für die nur noch wenigen Neu-Einsteiger, die neue Kontakte knüpfen möchten.
Liege ich falsch? Denkt mal drüber nach.
vy 73, Uwe
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