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OV-Fusion im DARC Distrikt Nordrhein-Signalwirkung?
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk am 1. Mai 2010
Im DARC Distrikt Nordrhein fusionieren die beiden Ortsverbände R08 Langenfeld und R25 Leichlingen am 30.04.2010 zum neuen OV R25 Leichlingen-Langenfeld.
Liebe Funkfreunde, ich beglückwünsche die Verantwortlichen Eurer Ortsverbände zu diesem Entschluss, obwohl ich die Gegebenheiten vor Ort nicht kenne. In vielen Gesprächen auf den Bändern oder bei persönlichen Gelegenheiten ist mir eines klar geworden: Sehr viele Ortsverbände haben trotz teilweise noch beachtlicher Mitgliederzahlen die “kritische Masse” von aktiven Mitgliedern verloren, die in jedem OV einfach erforderlich ist, um im Jahresverlauf Aktivitäten auf die Beine zu stellen, die einen Ortsverband erst in der Öffentlichkeit erlebbar machen.
Und wenn diese “kritische Masse” nicht mehr vorhanden ist und trotz aller Bemühungen eines OV-Vorstandes auch nicht mehr aktiviert werden kann, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sucht man nach Partner-OV bzw. fusioniert oder man dümpelt vor sich hin und stirbt irgendwann aus.
Mit dieser einfachen Erkenntnis haben leider sehr viele “erfahrene” OM’s in den Ortsverbänden ein erhebliches Problem, was dann schon mal dazu führt, dass eine OVV, der das Wort “Fusion” auch nur laut denkt, schnell als “Vaterlandsverräter” gebrandmarkt und an seinem Verstand gezweifelt wird. Ist mir selber so passiert, ist nicht lange her. Nun, das sind dann Ortsverbände, die mittelfristig von der DOK-Landkarte verschwinden, wenn sie die Kurve nicht bekommen.
Um dieser Entwicklung aktiv zu begegnen, schlage ich eine Satzungsänderung für den DARC vor: Die Fusion zwischen Ortsverbänden sollte schon mit einfacher Mehrheit, allerdings aller gelisteten Mitglieder, möglich sein. In diesem Zusammenhang sollte auch Briefwahl erlaubt sein, da man sonst nicht alle erreicht.
Damit liesse sich eine Mehrheit von Menschen, die Sachargumenten zugänglich sind, gegen die Wand der geballten “Erfahrung” von OM’s, die “das ja alles schon gemacht haben,” besser organisieren.
Glückauf nach Leichlingen-Langenfeld und alles Gute für Euren neuen Ortsverband!
73, Uwe – DL2UL
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Einen Verein, den DARC, wie ein Unternehmen führen?
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk, Meinung am 14. März 2010
Das Vorstandsmitglied des DARC, Jürgen Sturhahn, DL8LE hat vor wenigen Tagen einen interessanten Artikel auf die Homepage des DARC unter der Rubrik Vorstandsblog gestellt. In diesem Artikel werden Vergleiche zwischen der Führung eines Unternehmens und der Führung des DARC gezogen und für mich kommt der Verfasser zum Ergebnis, dass ein Verein im Prinzip genauso zu führen ist, wie ein Unternehmen, mit Besonderheiten.
Mal der Reihe nach. Zunächst zur Publikationsform selber, der Vorstandsblog des DARC. Eine gute Idee, in loser Folge Themen aufzugreifen und den Mitgliedern Meinungen und Absichten zu kommunizieren. Das ist wirklich ein Schritt nach vorne. Leider hat die Macher der Mut etwas verlassen, denn das Salz in der Suppe fehlt: Das ist eine Kommentarfunktion! Aus meiner Sicht gehört in einen solchen Blog, gerade wenn er gedacht ist, um Mitgliedereinbindung und -Ansprache zu stärken, unbedingt eine Kommentarfunktion. Jetzt könnte man sagen, dafür haben wir doch das DARC-Forum. Das ist nicht vergleichbar. Der Leser nimmt den Artikel im Blog auf und ist, wenn überhaupt, genau dann bereit, eine Meinung dazu zu geben, ohne weitere Klicks. Dies geht optimal über eine Kommentarfunktion, die man mit Maßnahmen wie Software und Moderation vor Spam und unsachgemäßen Beiträgen schützen kann. Wenn man natürlich keine Kommentare hören will, dann lässt man eine Kommentarfunktion weg und ich schreibe meinen Kommentar in meinen eigenen Blog. Wer Lust hat liest ihn, wer nicht, der lässt es sein.
Nun zur eigentlichen Kern-These von DL8LE: Der DARC als Unternehmen?
Ja, der DARC hat zweifellos viele Parallelen zu einem Unternehmen und es gibt Bereiche des Clubs, die sogar Unternehmen sind. In einem Punkt gebe ich Jürgen Sturhahn recht: Ein so großer Dachverband erfordert eine Professionalität im Management. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Er benötigt auch eine offene, diskussions- aber auch lösungsorientierte Kultur. Ob der DARC über diese Eigenschaften verfügt oder dabei ist, sie zu erlangen, mag jeder für sich entscheiden.
Einen aus meiner Sicht entscheidenden Punkt übersieht DL8LE jedoch, zumindest sagt er in seinem Artikel wenig dazu: Der DARC benötigt ehrenamtlich tätige Mitglieder für die Erfüllung seiner Aufgaben. Das sind keine Profis, die Geld für Ihre Arbeit bekommen sondern sie müssen motiviert werden und sie machen die Arbeit aus Spaß an der Sache. Und wenn diese Triebfeder durch zu viel “unternehmerische Denke” verloren geht, dann bedeutet das, dass auf Dauer keine Menschen mehr gefunden werden können, die Aufgaben übernehmen. Hierbei schließen sich Hobby und Spaß an der Sache sowie gute und professionelle Qualität nicht aus sondern das eine stützt das andere.
Dieser Aspekt ist für mich der alles entscheidende Punkt in einem Verein, der sich mit der Ausübung eines Hobbys beschäftigt. Wir sehen das doch in den Ortsverbänden und da schließe ich meinen OV gleich ein. Wenn keiner mehr da ist, der irgendeine Aktivität auch anpackt und mit gestaltet, dann stirbt die Gemeinsamkeit und irgendwann auch der Verein. Also, lieber OM Jürgen, ich empfehle dringend, das Menschliche, den Spaß an der Sache und damit die Motivation der zentralen Funktionsträger zu stärken und permanent im Auge zu behalten. Und dies bei allen Bemühungen um mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Qualität und Professionalität, die auf jeden Fall den Club modernisieren.
73, Uwe – DL2UL
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Echolink für das iPhone
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk, Mac, Meinung am 7. März 2010
Seit einigen Wochen gibt es eine schöne Echolink-App für das iPhone. Ich habe die App installiert und ausprobiert. Sie funktioniert prima, es gab aktuell noch mal ein Update und die Sache läuft rund. Ich habe mal eine Testverbindung zu DB0NF in Oberhausen aufgemacht und das funktioniert einwandfrei. Die App steht kostenlos im iTunes-Store zur Verfügung. Runterladen, persönliche Daten wie Rufzeichen und Namen eingeben und schon kann es losgehen. Immer vorausgesetzt, man hat eine Internetverbindung. Es funktioniert im W-LAN aber auch im UMTS-Netz.
Gleich nach dem Start verbindet sich die Anwendung mit dem Echolinknetz und zeigt die verfügbaren Nodes kategorisiert an. Mit der QSO-Funktion ist es nach Verbindung zum gewünschten Node möglich, Gespräche zu führen. Darüber hinaus gibt es eine Textnachrichtenfunktion, sowie die Speicherung bevorzugter Stationen als Favorit.
Ich finde das Programm praktisch für den Urlaub, ob ich dann wirklich Verbindungen darüber mache, bleibt abzuwarten. Für den Kontakt zu Funkfreunden im OV kann man, sofern eine Funkverbindung nicht in Betracht kommt, auch jedes andere Voice over IP Programm benutzen, wie z. B. Skype oder Sipgate, immerhin hat sich Apple gerade für VOIP-Anwendungen über UMTS geöffnet. Bei Sipgate und einigen anderen geht es schon, das Skype-Update soll kurzfristig rauskommen. Aber ich hoffe, das ist jedem klar, der sich mit Echolink beschäftigt.
Nun ist natürlich wieder eine umfangreiche Debatte auf www.hamradioboard.de losgebrochen. Ein weiterer Schritt zum Untergang des Amateurfunks, das Ende des Abendlandes……
Liebe OM’s, ruhig Blut. Was ist passiert? Ein Entwickler, der vermutlich Funkamateur ist oder auch nicht, hatte Lust, eine App für Echolink zu schreiben. Andere Funkamateure haben Spass daran und probieren das aus und benutzen es. So wie jeden Tag Funkamateure irgendwas neues probieren und nicht immer ist HF in der Luft.
Tausende Funkamateure sind auf Skype anzutreffen oder nutzen ICQ oder ähnliche Tools. Das ist kein Grund, in Foren über Leute herzufallen oder die verbal anzupöbeln. Immer schön locker und höflich bleiben. Auch wenn einigen Leuten die Richtung nicht passt, das Hobby entwickelt sich weiter, neue Technologien werden probiert und auch wieder verworfen, Schnittstellen zwischen Funk und Internet werden aktiviert und auch genutzt. Auch OM’s, die nicht mehr nur Tastfunk machen, sind mit ihren individuellen Fähigkeiten und Interessen Mitglieder der Gemeinschaft, solange sie die Regeln einhalten.
Eines fehlt allerdings vielen Funkamateuren nach meiner Beobachtung: Offenheit, Toleranz und Gelassenheit. Daran sollten wir arbeiten!
73, Uwe
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DARC Vorstand eröffnet Weblog
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk am 6. November 2009
Ob sich unsere zahlreichen kritischen Beiträge zur Kommunikationskultur des DARC Vorstandes ausgewirkt haben?
Oder handelt es sich um eine Mogelpackung? Das bleibt abzuwarten und jede Initiative verdient ihre Chance. Ich würde mich sehr freuen, wenn der neue DARC Vorstand wieder den Kontakt zu seinen Mitgliedern findet und das fängt mit Kommunikation an. Bleiben wir gespannt. Hier kann man einen Blick auf den Blog werfen, der übrigens im neuen DARC-Internetauftritt daher kommt. Ein richtiges Blogsystem wie z. B. WordPress ist es zwar nicht, aber ich finde die Idee zeigt in die richtige Richtung.
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Amateurfunk: Was war, was wird und überhaupt!
Verfasst von DL2UL unter Amateurfunk am 25. September 2009
Vor wenigen Tagen haben mich zwei Funkfreunde kontaktet und mir gesagt, dass Sie aus dem DARC austreten. Die Gründe: Keine Lust mehr, der Amateurfunk stirbt, ich will keinen toten Gaul finanzieren, QSL-Kartenvermittlung benötige ich nicht mehr und die “Funkamateur” ist sowieso besser als die CQ DL.
Gut, höre ich mir so an und meistens ist es ja dann auch zu spät. Ok, Eure Meinung respektiere ich natürlich, muss jeder für sich entscheiden. Kernfrage ist, habt Ihr noch Spaß am Hobby Amateurfunk. Ja, Amateurfunk machen sie beide weiter. Geräte werden jedenfalls nicht abgegeben. Das ist ja schon mal was. Irgendwann packt es einen wieder und die Geräte kann man ja nur mit Verlust verkaufen. Aber der Club? Nee, keinen Bock mehr. Völliges Miss-Management, keine saubere Informationspolitik, Kontakt zu den Mitgliedern ist weg. Die machen doch was die wollen. Mafia, Club alter Männer.
Das ist ja alles gut und schön. In vielen Punkten bin ich sogar der gleichen Meinung. Habe ich vor ein paar Wochen schon mal hier im Blog geschrieben. Und meine Kritik wurde vom DARC auch prompt unterdrückt. Das ist natürlich unmöglich, sowie ich da jemanden wieder mal zu fassen bekomme, sprechen wir mal Klartext.
Wir kommen aber um eine klare Erkenntnis nicht herum:
Die Amateurfunkfrequenzen sind eine kostbare Ressource, mit der die Wirtschaft Geld verdienen will und da reden wir nicht über 100.000 Euro. Denn Frequenzen sind nicht unbegrenzt verfügbar und dass permanent neue Anwendungen auf den Markt drängen, zeigt sich ja im Moment sehr schön bei den Landwirten in den Niederlanden, die auf unseren 70 cm Frequenzen ihre Landmaschinen positionieren und automatisieren. Da werden Rechte schon mal ignoriert oder einfach abgeschafft. PLC steht auch erst am Anfang, freut Euch schon mal auf die neuen digitalen Stromzähler im Keller.
Wenn man also auch in ein paar Jahren noch Amateurfunk machen will, dann müssen die Frequenzen der Funkamateure gesichert und vor Störungen geschützt werden. Von Öffentlichkeits- und Jugendarbeit will ich mal gar nicht erst reden. Dieses Thema sowie alle gesetzgeberischen Vorgänge rund um den Amateurfunk erfordern eine ständige Begleitung und Lobby-Arbeit. Wenn das nicht mehr ausreichend passiert, verschwinden die Rechte und Frequenzen, das ist eine Tatsache und die dauert nur ein paar Jahre. Wer das nicht versteht oder nicht wahr haben will, sollte spätestens hier aufhören zu lesen.
Lobby-Arbeit ist nichts Unanständiges. Es bedeutet nur, Interessen zu vertreten, teilweise mit allen Mitteln. Soweit will ich ja nicht gehen. Sie erfordert aber eine Organisation und kompetente sowie verfügbare Menschen, die den Job erledigen. Entweder habe ich die oder ich muss sie kaufen und bezahlen. Der Amateurfunk, konkret der DARC bzw. der RTA hat sie, – noch.
Klar man kann die OM’s in den Gremien dauernd kritisieren, mag auch teilweise berechtigt sein. Fakt ist aber, sie hängen sich rein und bewegen was. Dafür benötigen sie Unterstützung und das erledigen in der Regel die Mitglieder – und das am Besten in großer Anzahl mit ihren Beiträgen. Konstruktive Kritik ist immer gut und führt im Normalfall zu weiterer Entwicklung.
Aber weder Austritte noch Desorganisation, Spaltung in Splittergruppen oder fragwürdige Beiträge in Internetforen werden bei der Verteidigung unserer Rechte und Frequenzen hilfreich sein.
Jedes ausgetretene Mitglied und jeder nicht organisierte Funkamateur ist ein Sieg für diejenigen, denen unser Hobby schon lange ein Dorn im Auge ist. Das sind die gleichen Gruppen oder Institutionen, die auch auf die Frequenzen scharf sind.
Jeder Funkamateur, der aus dem DARC ausgetreten ist, oder austreten will oder noch nicht organisiert ist und das Hobby auch in Zukunft ausüben möchte, sollte sich das in Ruhe überlegen. Selbst wer nicht aktiv im Verein mitmachen will, weil „ein Verein nicht seine Sache ist“, leistet durch seine Mitgliedschaft einen Beitrag zum Kampf für den Erhalt des Hobbys. Auch wenn es noch tausende Funkamateure gibt, die nicht in einer Organisation gebündelt für die Politik ansprechbar sind, wird dies zu einem Verlust unserer Rechte und Möglichkeit bzw. Frequenzen führen.
Der Amateurfunk stirbt? Kann sein! Er stirbt aber nicht an den Mitgliedern, die eine Interessenvertretung in der Politik durch ihren Beitrag erst ermöglichen. Die Totengräber sind die anderen, die am Ende nicht bereit sind, ein paar Euro Beitrag, einen Mittag in der Gremienarbeit oder OV-Arbeit oder bei einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung zu opfern. Wenn er stirbt, dann weil er getötet wird durch Nicht-Aktivität und Austritte. Denkt mal darüber nach.
vy 73, Uwe – DL2UL
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